Spielregeln aufdecken – und brechen

Serie Change Management IV

Das grundlegend Neue hat erst dann eine Chance zur Verwirklichung, wenn auch die verdeckten Regeln bewusst gemacht, gezielt irritiert und durch andere Regelwerke ersetzt worden sind. Sonst ist die Beharrungskraft des Alten meist zu stark. Wer kennt das nicht selbst? Meist fällt nur Außenstehenden auf, was niemand im System mehr wahrnimmt… „Kultur ist die Summe des Selbstverständlichen“ – Kultur stabilisiert das individuelle Verhalten (das soll sie auch), und dieses wiederum stabilisiert die Kultur. Ein Königsweg der gezielten Erzeugung von Instabilitäten bei Veränderungsprozessen ist das Brechen von unhinterfragt eingehaltenen Regeln.
Die Störung selbst von Regeln und Ritualen, die von der eigentlichen Absicht entfernt sind oder trivial erscheinen, kann eine wesentliche Unterstützung in Veränderungsprozessen sein.  Z.B. finden die Mitarbeiter bei einer Kick-off-Veranstaltung nicht wie gewohnt eine Tagesordnung vor, sondern bekommen die Aufgabe, den Ablauf selbst zu gestalten. Das hab ich selbst schon mehrmals erlebt, z.B. beim Start eines mehrtägigen Seminars! Was zuerst eintrat, war natürlich beabsichtigt: Irritation. Erst durch diese wurde uns nach und nach klar, dass gemütliches Zurücklehnen im Seminarstuhl nicht ausreichte… Ein Umdenken war angesagt!

Es ist klar, dass das Aufdecken von geheimen Spielregeln und Brechen von gewohnten Regeln in mancher Hinsicht riskant ist! Da lohnt es sich, erfahrene Change Manager zur Seite zu haben…

  • Welche geheime Spielregel wollen Sie bei Ihrem aktuellen oder nächsten Change Projekt aufdecken – oder gar brechen?

(angeregt zu diesen Gedanken hat mich wieder Prof. Dr. Peter Kruse)

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