Krisen – deren Ursachen und „Therapie“

Was ich immer wieder beobachte: vor einer Liquiditätskrise eines Unternehmens besteht i.d.R. eine längere Ertragskrise. Der Liquiditätskrise kann man kurzfristig nur mit oft harten Einschnitten begegnen: sofortige Kostenreduktion, verstärktes Controlling, straffes Liquiditätsmanagement etc. Eine Ertragskrise ist meist die Folge einer Strategiekrise: die vielleicht lange erfolgreiche Strategie greift nicht mehr. Dann ist eine Kurskorrektur angesagt. Instrumente dazu sind strategische Ansätze wie Blue ocean, Blue economy, Marketing 3.0. In diesen Strategieworkshops (wir begleiten diese) stellt man meist fest, dass die Strategiekrise Ausdruck einer noch tiefer liegenden Krise ist: die Kulturkrise. Diese besteht z.B. darin, dass Mission und Vision nicht mehr stimmig ist, oder nicht mehr von den Mitarbeitenden verstanden und getragen wird. Oder…

  • der Führungsstil entspricht nicht mehr den Erwartungen der Generation Y,
  • die Fehlerkultur erlaubt keine Innovationen mehr, konstruktives Scheitern ist „Verboten“,
  • schwache Signale vom Markt werden nicht mehr wahrgenommen, bzw. es wird darauf nicht adäquat reagiert,
  • das Gesprächsklima ist vergiftet, die Kommunikation nicht offen, Mikropolitik regiert,
  • die Führungskräfte verwalten nur noch, sie führen nicht wirklich,
  • Ideen der Mitarbeitenden werden nicht ernsthaft aufgenommen,
  • ….

Die Arbeit an der Unternehmenskultur ist daher nicht „nice to have“, sondern wirkt hochgradig präventiv und ist ein essentieller Beitrag zur organisationalen Resilienz!

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