#Unternehmenskultur hat Konjunktur. Vom Betriebsrat bis zum Vorstand, von allen wird sie beschworen. Kann sie zur Besinnung führen – angesichts ungewisser Zukunft und leerer Kassen? Im Managementkontext gibt es wohl kaum ein Phänomen, das derart schwierig zu erfassen, zu beschreiben oder zu begreifen ist, wie die Kultur einer Organisation. In der sehr ausführlichen Präsentation wird Unternehmenskultur u.a. als Wegweiser konzipiert, der Orientierung schafft und Hilfe leistet bei der Interpretation des Erlebten.
Komplexe Wirkungszusammenhänge sollten in visueller Form dargestellt werden. Die Visualisierung ermöglicht das Verstehen und Besprechen auch komplexer, systemischer Ursache-Wirkungsbeziehungen. Was Ursache und was Wirkung ist, kann allerdings – aufgrund der Rückkopplungsprozesse – oft gar nicht definiert werden…. Das auch wird beim unten dargestellten Wirkungsnetzwerk deutlich, das ich mit einem kleinem Unternehmen entworfen habe. Die Zielsetzung war es, zentrale “Hebel” für Strategie und Vertrieb zu erkennen. Die wichtigsten Ansatzpunkte für die Strategie oder Vertrieb und Marketing werden durch das Wirkungsnetzwerk schnell sichtbar. Dabei habe ich das in einem anderen Post erwähnte Tool Cmap verwendet. Sehr zu empfehlen!
Vernetztes, systemisches Denken wird immer wieder propagiert, ja eingefordert. Ein Gratistool, um vernetzte Ursache/Wirkungszusammenhänge im Sinne eines systemisch-vernetzen Denkens grafisch darzustellen, ist CMapTools. Sehr zu empfehlen, um sogenannte ConceptMaps zu erstellen! Wer hat Erfahrungen mit anderen, ähnlichen Tools?
Anlässlich der Vorstellung seines bahnbrechenden Buches “Theorie U” hat C.O. Scharmer einen Vortrag gehalten, der sehr sehens/hörenswert ist, und auf Deutsch gehalten wurde. Man erfährt hier aus erster Hand und sehr kompakt die wichtigsten Elemente dieser Management- und Gesellschaftstheorie sowie “sozialen Technik”, die für alle Führungskräfte und Change Experten ein Muss ist!
Wie schon in diesem Blog und in Newslettern mehrfach dokumentiert, eignet sich die U-Prozedur nach F. Glasl hervorragend, um Prozesse/Abläufe ganzheitlich zu verbessern. Kürzlich durfte ich in einem Produktionsunternehmen mit mehreren Teams an der kombinierten Team- und Prozessentwicklung arbeiten. Das ist das große Potential der U-Prozedur: technisch-instrumentelle Abläufe mit kulturellen und “sozialen” Fragestellungen zu verbinden, und so nachhaltige Wirkung zu erzielen!
>> Ein Wiki-Überblick zur U-Prozedur. Interessant auch, dass in diesem Wiki-Artikel die Verbindung zur Theory U von C.O. Scharmer hergestellt wird – keine Wunder, die Methoden und deren Hintergründe gehen ja in die gleiche Richtung. Hat jemand mit den beiden Ansätzen praktische Erfahrungen?
…findet man im neuesten Heft der Zeitschrift für Organisationsentwicklung (ZOE, www.zoe.ch). Skizzieren ist ein einfaches und meist klares sowie schnelles Denk- bzw. Kommunikationswerkzeug zur Unterstützung von Change Management – ob in der Problemanalyse, der Lösungserarbeitung, oder der interaktiven Kommunikation mit verschiedenen Anspruchsgruppen. Die Palette zeigt zwölf typische Skizzenformen, die man leicht für sich selbst, zu zweit oder in Kleingruppen im Wandelalltag nutzen können, um Diskussionen zu strukturieren, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln, Abhängigkeiten zu analysieren oder Abläufe zu planen. Und das Highlight: das Video zeigt die Einsatzmöglichkeiten!
Habe auf der Website des Presencing-Instituts ein Video v. C.O. Scharmer, dem “Erfinder” (Entdecker?) von Presencing bzw. der “Theorie U” gefunden. Ideal für den Einstieg in das Thema des Change Managements auf Basis der Theorie U! Mit der Theory U hat Scharmer (und Kollegen) einen Change-Ansatz entwickelt, der wohl seinesgleichen sucht. Anderes relevantes Posting.
Ich moderierte kürzlich bei einem Industrieunternehmen einen Workshop mit der U-Prozedur nach F. Glas (meinem OE-Lehrer). Damit können Prozess nachhaltig verändert und optimiert werden! Oft bleibt die “Prozessoptimierung” ja im technisch-instrumentellen Ablauf stecken, und berücksichtigt persönliche, soziale und unternehmenskulturelle Fakten zuwenig. Das ist der große Vorteil der U-Prozedur gegenüber mehr “technischen” Ansätzen! Gibt es Erfahrungen mit der U-Prozedur oder ähnlichen Instrumenten?
Das Prescencing Institute bietet ab April ein sensationelles Angebot für alle an Change Management / OE Interessierten: den Global Classroom mit Größen wie P. Senge, E. Schein, C.O. Scharmer! Zu festgelegten Zeiten kann man online den Ausführungen der drei Pioniere neuer Change-Ansätze folgen, und das ganze natürlich interaktiv.
Das große Beratungshaus Cap Gemini hat in seiner Change Management Studie 2008 Interessantes herausgefunden. Z.B. dass viele Instrumente des Change Managements den befragten Top-Managern nicht bekannt sind. Kein Wunder, dass Change oft nicht funktioniert! Die Studie enthält viele aussagekräftige Grafiken, und eine Erläuterung von – den befragten Managern – nicht/kaum bekannten Change-Instrumenten (S. 30-31). Empfehlenswert für alle Change-Interessierten!