Archiv für die Kategorie ‘CSR’

Standard für gesellschaftliche Verantwortung

Freitag, 06. Januar 2012 von Günter Lenz

Das Thema Gesellschaftliche Verantwortung – Social Responsibility oder Corporate Social Responsibility (CSR) – gewinnt mehr und mehr an Bedeutung und Aktualität. 2010 wurde die ISO 26000 “Leitfaden gesellschaftlicher Verantwortung” verabschiedet, allerdings ohne Zertifizierungsmöglichkeit. Die ISO 26000  ist ein Leitfaden, der Orientierung und Empfehlungen gibt, wie sich Organisationen jeglicher Art verhalten sollten, damit sie als gesellschaftlich verantwortlich (CSR = Corporate Social Responsibility) angesehen werden können. Nun ist es soweit: es gibt einen unabhängig zertifizierbaren Standard für ein CSR-Managementsystem, welches sich an den Grundsätzen der ISO 26000 orientiert. Die ONR 192500 wurde am 1. November 2011 vom Austrian Standards Institute Wien verabschiedet.

Mit dem neuen Regelwerk ONR 192500 bietet sich für Unternehmen erstmals die Möglichkeit, die in der ISO 26000 formulierten Leitlinien gesellschaftlicher Verantwortung systematisch in die Praxis umzusetzen und ihre Einhaltung auch gegenüber Dritten nachzuweisen. Denn im Unterschied zur der bewusst als Leitfaden gehaltenen ISO 26000, die allgemeine Unterstützung bzw. Orientierung bei Einführung und Verbesserung von CSR gibt, definiert die ONR auch inhaltliche Anforderungen und Empfehlungen, die für eine Selbstdeklaration und/oder den Nachweis durch unabhängige Dritte (Zertifizierungsorganisation) verwendet werden können.

Grobübersicht zu den Inhalten der ONR 192500:

  • Klar strukturiertes Managementsystem, in starker Anlehnung an die ISO 9001
  • detaillierte Auseinandersetzung mit den internen und externen Anspruchsgruppen
  • Berichterstattung / Reporting hinsichtlich CSR

Die ONR leitet zur Handlungsdarstellung zu folgenden Themen an (abgeleitet aus den Kernthemen der ISO 26000):

  • Menschenrechte
  • Arbeitspraktiken
  • Umwelt
  • faire Betriebs- und Geschäftspraktiken
  • Konsumentenbelange
  • Einbindung und Entwicklung der Gemeinschaft

Da eine meiner Kernkompetenzen der Aufbau bzw. die Erweiterung integrierter Managementsysteme (Qualität, Umwelt, Energie,…) ist, berate ich Unternehmen auch bei der Implementierung dieses neuen wichtigen Standards.

Energieeffizienz

Freitag, 06. Januar 2012 von Günter Lenz

… ist in aller Munde, und das mit gutem Grund: denn sie ist wichtig für die Umwelt und das Wachstum – schliesslich soll “Energieeffizienz” eine der großen Wachstumsbranchen werden.  Die ziemlich neue energiespezifische Norm ISO 50001 (Vorläufer ist der europäische Standard EN 16001) hilft Unternehmen, Systeme und Prozesse aufzubauen, die zur Verbesserung der energiebezogenen Leistung beitragen. Durch die Anwendung der Norm soll das Energiemanagement dazu beitragen, den Energieverbrauch, die Energiekosten, die Treibhausgasemissionen oder andere Umweltbelastungen zu reduzieren. Grundsätzlich kann Energiemanagement von Unternehmen und Organisationen unabhängig von Größe oder Branche eingeführt werden. Für Klein- und Mittelbetriebe bietet der Standard einen Einstieg in das Umweltmanagement (z.B. ISO 14001, Ökoprofit, EMAS) mit dem Fokus auf den Teilbereich Energie. Für Unternehmen mit einem bestehenden Umweltmanagement kann das Regelwerk dazu beitragen, den umweltrelevanten Faktor Energie noch stärker zu fokussieren. Gerade für energieintensive Unternehmen bietet der Standard umfassende systematische Anforderungen und Anleitungen zur erfolgreichen Umsetzung.

Was ist die Grundidee der Norm? – Ausgehend von der Energiepolitik, der Definition der strategischen und operativen Ziele, werden Aktionspläne geplant, umgesetzt und bewertet. Die durchschnittlichen Energieeinsparpotenziale werden von der Austrian Energy Agency auf 10 bis 20 Prozent geschätzt. Der Standard kann sehr gut in bestehende Managementsysteme nach ISO 9001 sowie nach ISO 14001 integriert werden, denn die ISO 50001  orientiert sich an diesen beiden Normen.

Die Anforderungen gliedern sich grundsätzlich in

  • Verantwortung des Managements
  • Energiepolitik
  • Einhaltung der Gesetze
  • Energieplanung
  • Energetische Bewertung
  • Energiekennzahlen
  • Strategische und operative Ziele
  • Bewusstseinsbildung und Schulung
  • Beschaffung
  • Dokumentation
  • Kommunikation
  • Durchführung einer Managementbewertung

Da eine meiner Kernkompetenzen der Aufbau bzw. die Erweiterung integrierter Managementsysteme ist, berate ich Unternehmen auch bei der Implementierung dieses neuen und für die Umwelt und die Energieeffizienz wichtigen Standards.

Quelle: QualityAustria

Nachhaltigkeit

Mittwoch, 18. Mai 2011 von Günter Lenz

Nachhaltigkeit ist nicht (nur) ein Modewort.  Nachhaltigkeitsstrategien bringen ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Zielsetzungen in Einklang. Unser verletzlicher blauer Planet und die Menschen brauchen das dringend! Nachfolgend 3 Tipps zu Websites die aus jeweils unterschiedlicher Sicht das Thema beleuchten.

Der KOMPASS NACHHALTIGKEIT unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Kriterien in der Beschaffung. Mit der Standardsuche lassen sich Standards und Labels für unterschiedliche Sektoren finden und miteinander vergleichen. Hintergrundtexte erläutern thematische Schwerpunkte für eine nachhaltige Beschaffung und der Self Check zeigt Ihnen Optimierungsbedarf in Ihrer Lieferantenkette auf.

Der Business Resource Intensity Index (BRIX) misst die Ressourcen-Effizienz von Produkten. In enger Zusammenarbeit mit drei österreichischen Unternehmen entwickelt das Projekt “BRIX” ressourcenbasierten Index, den Business Resource Intensity Index (BRIX), welcher es Unternehmen erlaubt, den Ressourcenverbrauch und die Ressourceneffizienz ihrer Produkte und Dienstleistungen zu messen und zu optimieren. Mit einem nützlichen Selbstbewertungs-Tool!

Gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung übernehmen - eine nachhaltige Entwicklung voranbringen: econsense - Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e. V. ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen Corporate Social Responsibility (CSR) und Nachhaltige Entwicklung (Sustainability). Das Unternehmensnetzwerk versteht sich als Think Tank und zentrale Dialogplattform. Man findet hier eine Fülle von Infos, Publikationen, Links, Podcasts!

Mit dem Schlagwort “Nachhaltigkeit” findet man auf diesem Blog weitere interessante Infos zu Thema!

Nachhaltigkeitsberichte

Montag, 24. Januar 2011 von Günter Lenz

Nachhaltigkeit entsteht bekanntlich nicht von selbst, sondern muss planmäßig umgesetzt werden – es braucht dafür Nachhaltigkeitsprojekte. Ein wichtiges  Ergebnis eines Nachhaltigkeitprojekts ist in der Regel ein Nachhaltigkeitsbericht. Mit diesem wird das Engagement der Firma bzgl. Nachhaltigkeit (öknomisch – ökologisch – gesellschaftlich) sehr deutlich nach innen und außen dokumentiert. Dieser Bericht ist ein Leitbild für nachhaltiges Wirtschaften, enthält konkrete Handlungsanweisung für nachhaltiges Tun, dient auch der PR.  Bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten kann man auf mehrere bewährte Verfahren zurückgreifen, z.B. auf die von der Wirtschafskammer Österreich anerkannten Porter- oder respACT-Modelle, oder den ÖkoBusinessplan Wien. Zunehmend mehr Firmen sehen Nachhaltigkeit als unternehmerische, strategische Herausforderung und integrieren folgerichtig das Thema Nachhaltigkeit in ihre Strategieprozesse. Ich bin derzeit mit mehreren Unternehmen im Gespräch bzgl. der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten – als Endpunkt eines strategischen Nachhaltigkeitsprojektes.

Verweise auf in diesem Zusammenhang interessante Blog-Postings:

Schlüssel zur Nachhaltigkeit

Donnerstag, 09. Dezember 2010 von Günter Lenz

…nennt sich eine grafische Darstellung zur Umsetzung von Nachhaltigkeit in/von Unternehmen. Zu finden in der Online-Ausgabe der Zeitschrift für Organisationsentwicklung (ZOE). Neben Definitionen von Nachhaltigkeit und Hinweisen zu veralteten Ansätzen finden sich Tipps und weiterführende Links zu den drei Ebenen Vision – Strategie – Umsetzung. Eine übersichtliche Darstellung, finde ich!

Nachhaltige Wirkung strebe ich selbstverständlich bei jeder Beratung an.  Derzeit setze ich zudem einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeitsberichte. Mich würde interessieren, wer Erfahrungen mit solchen Berichten hat.

Verwandtes Posting: CSR

CSR-Leitfaden ISO26000 verabschiedet

Dienstag, 02. November 2010 von Günter Lenz

Nach einem fünfjährigen weltweiten Beratungsprozess wurde die ISO 26000 “Leitfaden gesellschaftlicher Verantwortung” verabschiedet. Die ISO 26000  ist ein Leitfaden, der Orientierung und Empfehlungen gibt, wie sich Organisationen jeglicher Art verhalten sollten, damit sie als gesellschaftlich verantwortlich (CSR = Corporate Social Responsibility) angesehen werden können. ISO 26000 ist keine zertifizierbare Managementsystem-Norm wie z.B. ISO9000 ! Der Leitfaden umfasst „erstrebenswerte beispielhafte Anwendungen“ (Best Practices) gesellschaftlich verantwortlichen Handelns von Organisationen.  Der Leitfaden soll helfen, Organisationen von der guten Absicht zur guten Praxis zu bewegen. Der Einfluss wird vermutlich vor allem in einer stärkeren Betonung und Ausrichtung der CSR-Politik der Unternehmen auf die Bildung von Stakeholdernetzwerken bestehen.

Der Entzug gesellschaftlicher Akzeptanz und das Verfehlen gesellschaftlicher Verantwortung ist eines der TOP 10-Risiken für Unternehmen in der Zukunft, so das Ergebnis einer globalen Managementbefragung durch Ernst & Young. Die Finanzkrise, die Umweltkatastrophen der letzten Jahre und die Energiediskussion sprechen da eine deutliche Sprache.

Außerdem ist mit ISO 26000 ein legitimer globaler Referenzstandard entstanden, den die Unternehmen nutzen können, ihre eigenen CSR-Aktivitäten zu überprüfen, zu systematisieren und weltweit gegenüber ihren Kooperationspartnern, ihren Kunden und der jeweiligen Gesellschaft zu kommunizieren.

Für mich ist die ISO26000 außerdem eine gute Basis zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten. Immer mehr Unternehmen erstellen solche Berichte, um Transparenz über die eigene Nachhaltigkeit zu schaffen. Wer hat Interesse an / Erfahrung mit Nachhaltigkeitsberichten?