Nachhaltigkeit

18. Mai 2011 von Günter Lenz

Nachhaltigkeit ist nicht (nur) ein Modewort.  Nachhaltigkeitsstrategien bringen ökonomische, gesellschaftliche und ökologische Zielsetzungen in Einklang. Unser verletzlicher blauer Planet und die Menschen brauchen das dringend! Nachfolgend 3 Tipps zu Websites die aus jeweils unterschiedlicher Sicht das Thema beleuchten.

Der KOMPASS NACHHALTIGKEIT unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der Berücksichtigung von sozialen und ökologischen Kriterien in der Beschaffung. Mit der Standardsuche lassen sich Standards und Labels für unterschiedliche Sektoren finden und miteinander vergleichen. Hintergrundtexte erläutern thematische Schwerpunkte für eine nachhaltige Beschaffung und der Self Check zeigt Ihnen Optimierungsbedarf in Ihrer Lieferantenkette auf.

Der Business Resource Intensity Index (BRIX) misst die Ressourcen-Effizienz von Produkten. In enger Zusammenarbeit mit drei österreichischen Unternehmen entwickelt das Projekt “BRIX” ressourcenbasierten Index, den Business Resource Intensity Index (BRIX), welcher es Unternehmen erlaubt, den Ressourcenverbrauch und die Ressourceneffizienz ihrer Produkte und Dienstleistungen zu messen und zu optimieren. Mit einem nützlichen Selbstbewertungs-Tool!

Gemeinsam gesellschaftliche Verantwortung übernehmen - eine nachhaltige Entwicklung voranbringen: econsense - Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft e. V. ist ein Zusammenschluss führender global agierender Unternehmen und Organisationen der deutschen Wirtschaft zu den Themen Corporate Social Responsibility (CSR) und Nachhaltige Entwicklung (Sustainability). Das Unternehmensnetzwerk versteht sich als Think Tank und zentrale Dialogplattform. Man findet hier eine Fülle von Infos, Publikationen, Links, Podcasts!

Mit dem Schlagwort “Nachhaltigkeit” findet man auf diesem Blog weitere interessante Infos zu Thema!

Fehlerklassifizierung mit “Fischgräten”

25. März 2011 von Günter Lenz

Das aus dem Kaizen bekannte Fischgrät- oder Ishikawa-Diagramm ist ursprünglich ein Instrument der Fehlerursachenanalyse. Den “5 M” werden mögliche Ursachen für eine Wirkung (ein Problem, ein Fehler) zugeordnet. Liegt die Ursache beim Mensch, bei der Methode, bei….? Diese Ursachen werden als “Gräte” in das “Fischskelett” angehängt. Bei einem Produktionsunternehmen, bei dem es um den Aufbau eines Fehlererfassungs- und Auswertungssystems ging, benutzen wir das Fischgrät-Diagramm für nicht für die problembezogene Ursachenanalyse, sondern für die Fehlerklassifizierung im Rahmen eines Fehlerkataloges. Bei jedem der “5 M” wurde untersucht, welche Fehlerarten auftreten können, die diesem “M” zugeordnet werden können. Daraus ergab sich dann ein systematisch aufgebauter Fehlerkatalog,  mit dessen Hilfe die festgestellten Fehler zu Fehlerarten/typen zugeordnet werden können. Warum nicht bekannte Instrumente wie das Ishikawa-Diagramm kreativ für andere Zwecke nutzen?

KVP mit Wirkung?

25. März 2011 von Günter Lenz

Die Erfahrung zeigt: leider hat “KVP” oft nicht die erwünschte Wirkung. Die wesentlichen Ursachen dafür habe ich in der nachfolgenden Präsentation dargestellt. Und einzelne Lösungsansätze, basierend auf  Toyotas unschlagbarer Kaizen-Philosophie. Mehr darüber in meinem Seminar “The Toyota Way” beim WIFI (2012), bzw. in meinem Inhouse-Seminar “Die Kata des Weltmarktführers”.

Enterprise 2.0 ?

24. Januar 2011 von Günter Lenz

Kommt nach Web 2.0 nun das Enterprise 2.0? Die “Versionierung” scheint ja ein Modetrend zu sein: ein neues theologisch-spirituelles Buch (übrigens empfehlenswert) hat den Titel “Gott 9.0″. Vom Web 3.0 spricht man ja auch schon länger. Ich habe in der “management & qualität” einen Artikel gefunden, der aus meiner Sicht gut beleuchtet, was man unter Enterprise 2.o verstehen kann. Der Bezug zum Web 2.0 (der interaktiven Web-Nutzung besonders in/mit Social Media) wird klar hergestellt, denn das Enterprise 2.0 wird dadurch erst impulsiert.  Interessant finde ich auch das Reifegradmodell, das der Autor vorstellt. Er weist auch deutlich – und richtig – darauf hin, dass veränderte Unternehmensstrukturen Auswirkungen auf das Führungsverständnis, die erforderlichen Sozialkompetenzen etc. haben. Die immer mehr erforderliche Flexibliät, die Notwendigkeit schnellen Wandels (>> aktuelles Posting) zeigt er mit dem Begriff der “Hypertextorganisation” auf.

>> Zum Artikel

Nachhaltigkeitsberichte

24. Januar 2011 von Günter Lenz

Nachhaltigkeit entsteht bekanntlich nicht von selbst, sondern muss planmäßig umgesetzt werden – es braucht dafür Nachhaltigkeitsprojekte. Ein wichtiges  Ergebnis eines Nachhaltigkeitprojekts ist in der Regel ein Nachhaltigkeitsbericht. Mit diesem wird das Engagement der Firma bzgl. Nachhaltigkeit (öknomisch – ökologisch – gesellschaftlich) sehr deutlich nach innen und außen dokumentiert. Dieser Bericht ist ein Leitbild für nachhaltiges Wirtschaften, enthält konkrete Handlungsanweisung für nachhaltiges Tun, dient auch der PR.  Bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten kann man auf mehrere bewährte Verfahren zurückgreifen, z.B. auf die von der Wirtschafskammer Österreich anerkannten Porter- oder respACT-Modelle, oder den ÖkoBusinessplan Wien. Zunehmend mehr Firmen sehen Nachhaltigkeit als unternehmerische, strategische Herausforderung und integrieren folgerichtig das Thema Nachhaltigkeit in ihre Strategieprozesse. Ich bin derzeit mit mehreren Unternehmen im Gespräch bzgl. der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten – als Endpunkt eines strategischen Nachhaltigkeitsprojektes.

Verweise auf in diesem Zusammenhang interessante Blog-Postings:

Change Management Kreuzworträtsel

24. Januar 2011 von Günter Lenz

Veränderungskompetenz ist eine DER Kernkompetenzen von erfolgreichen Unternehmen und Führungskräften, vielleicht in einem immer dynamischeren Umfeld überhaupt die wichtigste. Die seit vielen Jahren führende Zeitschrift für Organisationsentwicklung und Change Management, (ZOE), stellt regelmäßig gleichermaßen interessante wie witzige Einblicke in das Change Management online. Diesmal ein Kreuzworträtsel zu Change. Im Grund kann das Kreuzworträtsel auch als eine Art Checklist für Veränderungsvorhaben genutzt werden. Mein Tipp: zuerst die Fragen beantworten, indem man das Kreuzworträtsel ausdruckt, dann erst online die Antworten checken…

Nachhaltiger Unternehmenserfolg – ISO9004:2009

24. Dezember 2010 von Günter Lenz

Die früheren “Richtlinien zur Leistungsverbesserung” im Rahmen der ISO9000-Normenreihe (zuletzt ISO9004:2008) wurden ziemlich radikal überarbeitet und liegen nun als ISO9004:2009 vor. Der neue Titel “Leiten und Lenken für den nachhaltigen Erfolg einer Organisation – Ein Qualitätsmanagementansatz” zeigt schon auf, dass sich inhaltlich eine Menge getan hat! Dieser neue Managementstandard folgt in der Struktur nicht mehr der ISO9001, sondern hat einen ganz neuen Ansatz. Die Norm liefert vielmehr das, was der Titel verspricht: viele Anregungen um eine Organisation zu nachhaltigem Erfolg zu führen, und das auf Basis des QM.  Es ist auch unübersehbar, dass sich der Standard noch mehr an das Excellence-Modell der EFQM anlehnt, was sicher ein Fortschritt ist. Auf Selbstbewertung, die Basis des EFQM-Modells, wird ausführlich Bezug genommen. Die “QM-Welten” wachsen so zusammen! Die Frage ist  nun, wie der neue Standard angenommen wird, und wie die Zertifizierungsstellen diesen promoten werden.

>> zum Inhaltsverzeichnis

Das gegenüber ISO9001:2008 erweiterte Modell der ISO9004:2009 (Klick für ein größeres Bild):

erweitertes Modell

Ich bin nun gespannt, wie/ob die Praktiker aus QM und Geschäftsleitungen den neuen Standard aufnehmen! Gibt es Stellungnahmen dazu?

Status Quo Prozessmanagement

20. Dezember 2010 von Günter Lenz

So lautet der Titel der Umfrage 2009/10 der BPM&O GmbH zum Thema Prozessmanagement. Zusammen mit anderen Partnern wurde nun zum 7. Mal eine breite Befragung durchgeführt. Die vollständige Studie zur Umfrage findet sich hier. Die Ergebnisse sind durchaus beachtenswert! Sechs zentrale Handlungsfelder wurden identifiziert:

  • Handlungsfeld 1 – Prozessmanagementprojekte fortsetzen oder neue identifizieren!
  • Handlungsfeld 2 – Status Quo messen und Vorgehensstrategie entwickeln!
  • Handlungsfeld 3 – Umsetzungshemmnisse für Prozessmanagement analysieren!
  • Handlungsfeld 4 – Gesamtverantwortung etablieren (CPO = Corporate Process Officer)!
  • Handlungsfeld 5 – Prozessorientierung intensivieren!
  • Handlungsfeld 6 – Prozessleistung messen und Prozesscontrolling etablieren!

Welche Handlungsfelder sehen Sie in Ihrem Prozessmanagement?

Für 2010 (das wird wahrscheinlich auch für 2011 gelten) haben die Befragten folgende Schwerpunkte bzw. Vorhaben genannt:

Auch die Antworten auf die Frage nach realisierten Vorteilen mit Prozessmanagement sind aufschlussreich:

Interessant finde ich, dass an 1. Stelle das bessere Verständnis des eigenen Geschäftsmodells genannt wurde! Ein Hinweis, dass den Befragten der Zusammenhang des Prozessmanagements mit der Strategie klar ist. Bei beiden hier dargestellten Grafiken ist ausserdem auffallend, dass der Bezug zu den Geschäftsrisiken (Risikomanagement !) an 4. Stelle steht und damit hohe Priorität hat.

Welche Vorteile haben Sie mit Prozessmanagement (BPM) realisiert? Oder welche erhoffen Sie zu realisieren?

Schlüssel zur Nachhaltigkeit

09. Dezember 2010 von Günter Lenz

…nennt sich eine grafische Darstellung zur Umsetzung von Nachhaltigkeit in/von Unternehmen. Zu finden in der Online-Ausgabe der Zeitschrift für Organisationsentwicklung (ZOE). Neben Definitionen von Nachhaltigkeit und Hinweisen zu veralteten Ansätzen finden sich Tipps und weiterführende Links zu den drei Ebenen Vision – Strategie – Umsetzung. Eine übersichtliche Darstellung, finde ich!

Nachhaltige Wirkung strebe ich selbstverständlich bei jeder Beratung an.  Derzeit setze ich zudem einen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeitsberichte. Mich würde interessieren, wer Erfahrungen mit solchen Berichten hat.

Verwandtes Posting: CSR

Schlüsselkompetenzen statt Wissensvermittlung?

09. Dezember 2010 von Günter Lenz

Bildung muss immer weniger reine Wissensvermittlung sein, sondern Erlernen von Schlüsselkompetenzen (laut Wikipedia auch: Schlüsselqualifikationen). Dazu zählt Peter Spiegel (Genisis-Institut) besonders

  • sozial-emotionale Kompetenz
  • strategisch-visonäre Kompetenz
  • unternehmerische Kompetenz
  • Projektmanagement
  • Kreativiät und Innovation
  • vor allem: Lernen lernen

Beim Aufbau von Personalentwicklungs-Konzeptionen sind diese Schlüsselkompetenzen unbedingt zu berücksichtigen! Trotzdem kann auf die Vermittlung von “klassischem” Fachwissen nicht verzichtet werden. Der Fokus scheint sich jedoch immer mehr zu den Schlüsselkompetenzen zu verschieben. Derzeit erarbeitete ich ein PE-Konzept für ein KMU, bei dem diese Schlüsselkompetenzen Berücksichtigung finden werden.