Mit ‘Audit’ getaggte Artikel

Zukunftsorientierte Audits

Freitag, 06. Januar 2012 von Günter Lenz

Audits dienen nicht der Vergangenheitsbewältigung, sondern bereiten die Zukunft vor! Oder ist es bei Ihnen anders? Zur Zukunftsorientierung von Audits gehört unter anderem, dass Auditziele dynamisch gesetzt werden: zwar gibt es Auditziele, die für alle Lebensphasen eines Geschäftsprozess relevant sind (z.B. die Kompatibilität mit dem entsprechendem Regelwerk, oder die konforme Dokumentenlenkung); es macht aber Sinn, sich je nach Lebensphase eines Prozesses, nämlich

  • Prozess ist in Planung
  • Prozess wird erst neu eingeführt
  • Prozess ist schon eingeschwungen in der Umsetzung
  • Prozess wird beherrscht
  • Prozess wird weiterentwickelt auf Basis von Prozesskennzahlen

unterschiedliche Ziel für das (Prozess-) Audit zu setzen. Interne Audits müssen nicht immer sklavisch nach Checklist durchgeführt werden. Sollen sie ihr volles Potential entfalten, müssen sie prozesshaft angepasst werden.  Auditziel und –themen werden den sich wandelnden Bedürfnissen angepasst. Beispielsweise kann es beim Audit eines schon eingeführten Prozesses das Ziel sein, Verbesserungspotentiale zu finden; beim Audit eines gerade neu implementierten Prozesses hingegen Hindernisse für ein zügiges Erreichen des nächsten Prozessreifegrades zu erkennen und beseitigen. Auf Basis meiner vielfältigen Auditerfahrung wird mir immer klarer, beim Audit nicht so sehr auf Konformität zu fokussieren, sondern auf die aktuellen Prozess-Schwerpunkte und Zielvereinbarungen, z.B. anhand der Fragen

  • Wird der Prozess voraussichtlich die Prozessvorgabe erreichen?
  • Welche Hindernisse müssen beseitigt werden?
  • Braucht es eine neue oder veränderte Messgröße zur Messung der Prozessleistung?

Unabhängige Audits Ihres Managementsystems oder Ihrer Prozesse durch neutrale und sehr erfahrene Auditoren helfen Ihnen, Verbesserungspotentiale zu erkennen. Eigenes Personal hat durch langjährige Routine oft “blinde Flecken” dafür.

Ich bin schon gespannt auf Kommentare, wie andere die Dynamisierung von Audits handhaben!

Excellence umsetzen – ja! aber wie?

Montag, 12. April 2010 von Günter Lenz

Nach einer EFQM-Selbstbewertung, einem Prozess- oder Systemaudit oder einer Reifegradbewertung von Prozessen stellt sich oft die Frage, wie man nun mit den gewonnen Erkenntnissen umgeht. Aus der Bewertung bzw. dem Audit gehen zwar Stärken und Verbesserungspotentiale hervor – eventuell auch eine Einordnung in ein Reifegradmodell -, damit ist aber nicht von vornherein klar, welche Maßnahmen sich eignen, um noch besser zu werden. Und das ist ja letztlich der Sinn jeder Selbstbewertung bzw. jedes Audits. Eine hervorragende Hilfestellung zur Entscheidungsfindung UND zur Umsetzung ist das Excellence One Toolbook der EFQM. Leider nicht gratis, aber durchaus erschwinglich. Ich selbst setze es bei den oben erwähnten Bewertungen auch ein.