Mit ‘Innovationsmanagement’ getaggte Artikel

Umfrage zum Innovationsmanagement

Mittwoch, 10. November 2010 von Günter Lenz

Die Umfrage zum Innovationsmanagement wurde nun ausgewertet. ¾ der Antworten kamen von KMU, 1/4 von großen Unternehmen (> 250 MA). ¾ der Antworten kamen aus Industrie und Gewerbe, der Rest aus den Wirtschaftszweigen Information & Consulting sowie Finanzdienstleistungen. Herzlichen Dank an alle Teilnehmer der Befragung!

Hier nun die Highlights der Auswertung:

Anteil erfolgreicher Entwicklungsprojekte? – 34% sagen maximal 60% der Projekte sind erfolgreich – im Umkehrschluss heisst das, dass mindestens 40% der Projekte bei einem 1/3 der Firmen nicht erfolgreich sind! Das weist auf ein großes Potential im Innovations- bzw. Entwicklungsprozess hin! Anders ausgedrückt: auf eine enorme Verschwendung an Ressourcen.

Messung des Erfolgs von Entwicklungsprojekten? – Nicht überraschend sind die Messkriterien primär die Kundenzufriedenheit, der wirtschaftliche Erfolg des Neuproduktes und die  Produktqualität. Erstaunlicherweise ist die Termineinhaltung viel weniger wichtig, obwohl der zeitlich richtige Markt-Eintrittspunkt einer Innovation doch als Erfolgskriterium gilt!

Zukünftige Innovations-Schwerpunkte? – Neben den Spitzenreitern Neuentwicklungen, Anpassungsentwicklungen und Prozessinnovation sagen immerhin ca. 20%, dass auch Kultur- und soziale Innovationen Schwerpunkte sein werden. Es ist erfreulich, dass “Innovation” also nicht nur auf Produkte und Prozesse bezogen wird!   >> dazu passender Buchtipp

Engpässe im Innovationsmanagement? - Mit großem Abstand werden personelle Engpässe genannt.

Wo besteht Bedarf, den Innovationsprozess zu verbessern? – Generell in vielen Bereichen. Die Top 5: Agiles Projektmanagement, Meilensteinhandling, allgemeine Verbesserung und speziell Parallelisierung des Projektmanagements, Wissensmanagement und strukturierte Produktfindung.

Ist die Produktfindung systematisch und strukturiert?45% sagen (eher) nein. Auch hier ist ein großes Potential ersichtlich, denn aus der Innovationsforschung ist bekannt, dass die frühen Phasen (zu denen die Produktfindung gehört) des Innovationsprozesses maßgeblich für den Innovationserfolg sind.

Wird mit definierten Meilensteinen gearbeitet? – Ca. 75% sagen (eher) ja, ein recht hoher Wert. Aber:

Gibt es ein systematisches Verfahren, um an Meilensteinen zu guten Entscheidungen kommen? - 1/3 antwortet mit (eher) nein, mit eindeutig “ja” antworten nur 17%. Die Definition von Meilensteinen genügt nicht – es braucht die systematische (!) Implementierung und Handhabung von Quality Gates, um das Management der Meilensteine zu verbessern.

Gibt es ein Innovationscontrolling, das anhand von Kennzahlen den Erfolg von Innovationen misst? – ¾ antworten mit (eher) nein. Das Innovationscontrolling ist in meiner Beobachtung generell schlecht entwickelt. Hier besteht bei vielen Unternehmen Handlungsbedarf.

Wie gut ist die Innovationskultur entwickelt? – Ca. ¼ sagen dass die Kulter (eher) schlecht entwickelt ist , es gibt keine Antworten mit “erstklassig”, immerhin 28% bezeichnen die Innovationskultur als gut.   56% sagen “eher gut” – das wird auf die Dauer nicht genügen…   >> dazu passender Buchtipp

>> Zur Kurzform der Auswertung

Die vollständige, 24-seitige Auswertung kann gegen einen Unkostenbeitrag von 30 € erworben werden.

Anleitung zum Uninnovativsein

Freitag, 24. September 2010 von Günter Lenz

Das ist der an Paul Watzlawick (“Anleitung zum Unglücklichsein”) angelehnte Titel eines Buches des Unternehmensberaters Carsten Deckert. In diesem amüsanten und humorvollen Buch führt der Autor – meist augenzwinkernd, aber immer fundiert – aus, was man in Unternehmen alles tun muss, um ja nicht – Gott bewahre! – innovativ zu sein.  Bei manchen nahtlosen Übergängen von Sachinfos zur Ironisierung (im Sinne einer “paradoxen Intervention”) ist das jedoch eine Gratwanderung: meint der Autor das nun wirklich ernst, oder doch nur ironisch? Dabei sind die “Anleitungen zum Uninnovativsein” (aber letztlich doch Innovativsein) fundiert und mit vielen Quellenangaben belegt. Sehr interessant finde ich die Erweiterung der bekannten Zwei-Faktoren-Theorie von Herzberg um einen dritten Faktor, sowie die Erweiterung des (leider ) vielleicht nicht so bekannten Kano-Modells! In vielen praktischen Beispielen führt Carsten Deckert Don’ts aus – die im Umkehrschluss To-Do’ für erfolgreiche Innovationen sind. Dabei bedient er sich zahlreichen Elementen aus der Psychologie und Beispielen aus der Wirtschaft. Spannend auch die “5 Grundgesetze zum Uninnovatiovsein”, z.B. “Der Kopf ist rund, damit das Denken sich im Kreise drehen kann”. Das Buch beinhaltet eine ausführliche Fallstudie über Thomas A. Edison, aus der hervorgeht, dass dieser eigentlich viel mehr Unternehmer als Erfinder war. Zusammenfassend ist das ein empfehlenswertes, schnell zu lesendes Buch, das Unternehmern, Führungskräften und an Innovation Interessierte auf humorvolle Art und Weise Anregungen zum Innovativsein (sic!) gibt.

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Checklist Produktentwicklung/Innovation

Samstag, 13. Februar 2010 von Günter Lenz
  • Halten Sie die vorgesehenen Entwicklungszeiten ein, und bringen Sie die Produkte früh genug auf den Markt?
  • Wie schaffen Sie es, die Gesamtkosten der Produkte marktkonform zu halten, und entsprechen diese der ursprünglichen Planung?
  • Wie stellen Sie sicher, dass besonders wichtige Kundenanforderungen und kritische Produktmerkmale bei der Entwicklung mit hoher Priorität behandelt werden? (weiterlesen…)